Der kolumbianische Energieminister Diego Mesa besucht ENERTRAG

09.11.2021

Am vergangenen Wochenende besuchte eine kolumbianische Delegation unter der Leitung von Energieminister Diego Mesa ENERTRAG und das Verbundkraftwerk.

Dauerthal, 09.11.2021 | Am vergangenen Wochenende besuchte eine kolumbianische Delegation unter der Leitung von Energieminister Diego Mesa ENERTRAG und das Verbundkraftwerk, um mehr über die deutsche Energiewende und den Betrieb von Energiesystemen zu erfahren.

ENERTRAG treibt die Energiewende in Deutschland und im Ausland voran und entwickelt und betreibt erneuerbare Energiesysteme. Die Delegationsteilnehmer besuchten das Verbundkraftwerk Uckermark, in dem über 600 Megawatt erneuerbare Erzeugungskapazität und die Erzeugung von grünem Wasserstoff in einem eigenen Mittelspannungsnetz betrieben werden. Das Ausbauziel des Verbundkraftwerks umfasst eine planbare Leistung im Gigawattbereich. National und international befinden sich mehr als 700 MW an Power-to-X-Projekten, die von ENERTRAG entwickelt werden, in der Pipeline. Besonders in der Planung von Wasserstoff-Großprojekten ist das Unternehmen führend. 

Im Hybridkraftwerk zeigte Jörg Müller, ENERTRAG-Vorstandsvorsitzender, wie erneuerbare Energien schon heute alle wichtigen Systemfunktionen erfüllen. Unter anderem stellen sie die Netzstabilität sicher und minimieren durch die Produktion und Speicherung von grünem Wasserstoff Schwankungen im Stromnetz.

In der Leitwarte wurde gezeigt, wie ENERTRAG die weltweit über 1.000 Windenergieanlagen sowie weitere Systemkomponenten, wie Batteriespeicher und das Hybridkraftwerk überwacht. Dabei werden alle eingehenden Informationen rund um die Uhr in Echtzeit mit der selbst entwickelten Software Powersystem analysiert.

Darüber hinaus engagiert sich ENERTRAG für die Umwandlung des ehemaligen deutschen Kohlereviers Lausitz in eine Region für die Erzeugung von erneuerbaren Energien und Wasserstoff. Ähnliche Ansätze verfolgt ENERTRAG auch in Südafrika. Die Teilnehmer diskutierten Parallelen, Synergien und praktische Ansätze zwischen Deutschland und Kolumbien zum Kohleausstieg.

Auch in Kolumbien wird derzeit der Ausbau der erneuerbaren Energien forciert. Bis Ende nächsten Jahres soll eine installierte Leistung an erneuerbaren Energien von 2.800 Megawatt erreicht werden. Das südamerikanische Land verfolgt ehrgeizige Pläne, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 zu halbieren und 2050 CO2-neutral zu sein. Nach Angaben des Weltwirtschaftsforums ist Kolumbien bereits heute das Land mit den zweitgrößten Fortschritten bei der Energiewende in Lateinamerika, was es möglich macht, die nächsten Schritte zu gehen.

Aufgrund der hervorragenden Rahmenbedingungen sieht ENERTRAG in dem südamerikanischen Land ein großes Potenzial für erneuerbare Energien und die Produktion von Wasserstoff. Auch die stabilen politischen und vorteilhaften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen Kolumbien für langfristige Partnerschaften und Investitionen sehr interessant.

„Wir haben uns sehr über das Interesse aus Kolumbien und die sehr fruchtbaren Gespräche gefreut", resümiert Aram Sander, Head of International Business bei ENERTRAG. „Die kolumbianische Regierung hat einmal mehr ihr glaubwürdiges Engagement für die Energiewende und die Schaffung eines sicheren Investitionsrahmens unterstrichen. Wir möchten unsere Zusammenarbeit vertiefen, um gemeinsam günstige Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien- und Wasserstoffprojekte in Kolumbien zu schaffen und zu verbessern und deutsche Investitionen zu erleichtern."

Der kolumbianische Minister Mesa fasst zusammen: „Die deutsche Energiewende ist eine Quelle der Inspiration für Kolumbien. Da wir die Einbindung variabler, erneuerbarer Energiekapazitäten weiter beschleunigen und neue Technologien, wie die Erzeugung von grünem Wasserstoff und groß angelegte Energiespeichersysteme einsetzen, sind sozial und ökologisch verantwortungsbewusste Unternehmen wie ENERTRAG, die über ein erhebliches Potenzial für den Technologietransfer nach Kolumbien verfügen, ein Garant für den Erfolg.“