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Partnerschaft mit Weitblick: ENERTRAG und der Segelflugverein Wolfen

Am Flugplatz Renneritz zeigen ENERTRAG und der Segelflugverein Wolfen, wie Windenergie und Luftsport Hand in Hand funktionieren. Ein Gespräch mit Vereinsvorstand Rainer Müller und Vereinsmitglied Johannes Langer.

Aus Nachbarschaft wird Kooperation

Seit 2011 stehen die ersten hohen Windenergieanlagen rund um den Flugplatz Renneritz. Damals stimmte der Segelflugverein Wolfen dem Bau zu und verlegte im Gegenzug seine Motorplatzrunde in den nördlichen Bereich. ENERTRAG sicherte dem Verein eine jährliche Kompensation zu, die heute eine wichtige Säule der Vereinsarbeit bildet.

Mit dem Repowering im vergangenen Jahr kamen zwei neue Windenergieanlagen hinzu, die mit 254 Metern Gesamthöhe deutlich höher reichen als die Vorgängermodelle. Für den Verein bedeutete das spürbare Einschränkungen im Anflugbereich. Der Vorstand suchte daher das Gespräch mit ENERTRAG.

Konstruktiv verhandelt, partnerschaftlich gelöst

„Die Verhandlungen waren sehr konstruktiv. Wir wollten keine Konfrontation, sondern eine einvernehmliche Lösung", erklärt Rainer Müller. Begleitet wurde der Verein durch einen erfahrenen Fachanwalt, der das Honorar erfolgsabhängig erhielt. ENERTRAG übernahm am Ende die Kosten. Das Ergebnis ist ein Vertrag, der dem Verein langfristige Planungssicherheit gibt.

Investition in moderne Flugzeuge

Der Verein nutzt die Mittel gezielt für die Modernisierung seiner Flotte. Im Mittelpunkt steht ein nahezu neuer Discus 2c FES 18 m, ein moderner Hochleistungs-Einsitzer mit einem elektrischen Fronttriebwerk und einklappbarem Propeller. Das Flugzeug ergänzt die bewährte Flugzeugflotte und bietet erstmals die Möglichkeit für Streckenflüge ohne das Risiko einer Außenlandung, was vor allem für Nachwuchs- und Leistungspiloten einen großen Sicherheitszugewinn bedeutet.

„Ohne ENERTRAG wäre diese Investition für uns nicht denkbar gewesen", betont Johannes Langer. „Das Geld fließt sichtbar in die Fliegerei und kommt allen Mitgliedern zugute."

Die Investition wirkt nach innen und nach außen. Sachsen-Anhalt gilt im Segelflug als schwaches Bundesland. Mit dem neuen Gerät hat sich der Verein an die Spitze des Landes gearbeitet und belegte 2025 in der Regionalliga Nord Platz 24 von 60. „Wir merken, dass wir attraktiver für neue Mitglieder werden. Allein im letzten Jahr sind zwölf Pilotinnen und Piloten dazugekommen", so Langer.

Sichtbare Partnerschaft am Himmel

Die Zusammenarbeit zeigt sich auch optisch. Der Doppelsitzer DG-1000 T, das Ultraleichtflugzeug Comco Ikarus C42 B und der zugehörige Anhänger tragen das ENERTRAG Logo. Ein zweiter Vertrag steht kurz vor der Unterzeichnung. Künftig soll auch die ASK 21 in den ENERTRAG Farben am Himmel zu sehen sein.

Gemeinsam für die Region

Das Beispiel Renneritz zeigt, dass Windenergie und etablierte Nutzungen wie der Luftsport gemeinsam funktionieren. ENERTRAG schafft mit der Kooperation Planungssicherheit für den Verein, die Region behält ihren aktiven Flugplatz und der Verein investiert in eine zukunftsfähige Flotte.

„So eine Lösung lebt vom gegenseitigen Wohlwollen und vom Willen, Verantwortung zu übernehmen", fasst Müller zusammen. „Wir profitieren beide. Genau so sollte es laufen."

 

Über den Segelflugverein Wolfen: Der Verein betreibt den Flugplatz Renneritz und engagiert sich für die Nachwuchsförderung im Segelflug in Sachsen-Anhalt. Zur Vereinsflotte zählen die DG-1000 T, die ASK 21, die LS 4 WL, die Mistral C, ein Discus 2c FES 18 m sowie die Comco Ikarus C42 B.