Wiedervernässung Blader Wiese

01.05.2009

In der Uckermark wurden im Jahr 2009 von ENERTRAG 14 Windenergieanlagen zwischen den Orten Grünberg, Wallmow und Trampe errichtet.

Balderwiese Repartur Zufluss

Das in Anspruch genommene Gebiet umfasst zahlreiche eiszeitliche Kleingewässer, sogenannte „Sölle“.

Bladerwiese zu Baubeginn

Durch die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlagen konnte eine Beeinträchtigung dort brütender Vogelarten, wie Kranich und Rohrweihe, nicht ausgeschlossen werden. Für diese mussten im Sinne der europäischen Artenschutzrichtlinien Ersatzbrutplätze als vorgezogene Vermeidungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Dazu wurde ein vermutlich schon im 19. oder frühen 20. Jahrhundert entwässertes Durchströmungsmoor im Bagemühler Fließ bei Brüssow durch den Umbau des Wegedurchlasses wiedervernässt. Das Staubauwerk ist als Rohrdurchlass gestaltet und bedarf keiner Erhaltungsmaßnahmen, ebenso wie die „Bladerwiese“ selbst.

Von der Wasserstandsanhebung der „Bladerwiese“ profitierten neben den Zielarten außerdem Rohrdommeln, Kiebitze und Rothalstaucher, welche die Maßnahmenfläche nun ebenso als Bruthabitat nutzen. Auch Seeadler sind in dem Gebiet bei der Nahrungssuche zu beobachten.

Bladerwiese 10 Jahre nach Renaturierung

Praktisch „nebenbei“ wurde auf ca. 11 ha Niedermoorböden sowie durch die offenen Wasserflächen auch das Landschaftsbild erheblich aufgewertet.

Die Flächen sind über Verträge und Dienstbarkeiten gesichert. Vorgesehen ist, die Fläche dauerhaft auch über den Betriebszeitraum der Windkraftanlagen zu erhalten, indem die Nutzungsverträge durch ENERTRAG verlängert werden.

Die hier vorgestellte Maßnahme wurde von der Fachagentur Windenergie an Land als sogenanntes "Good Practice" Vorhaben ausgewählt.

Das Baustellenbild wurde uns vom Wasser- und Bodenverband Uckerseen zur Verfügung gestellt, der die Planung und Ausführung der Maßnahme übernommen hatte.


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