Allianz für fairen Wettbewerb im Wasserstoffmarkt

25.11.2020

Die Allianz für fairen Wettbewerb im Wasserstoffmarkt setzt sich dafür ein, dass dieser im Entstehen begriffene Markt für Wasserstoff ein freier, marktwirtschaftlichen Regeln unterliegender Markt wird und keine Monopolisierung durch Netzbetreiber erfolgt.

Ziele der Allianz für fairen Wettbewerb im H2-Markt

  • Die Allianz fordert den raschen Ausbau vor allem der Windkraft on- und offshore sowie der Photovoltaik. Deren großskaliger Ausbau ist grundlegende Voraussetzung für die Produktion von grünem Wasserstoff, damit dieser seine wichtige Rolle für die Versorgungssicherheit und Sektorenkopplung in einem künftigen vollständig erneuerbaren, klimafreundlichen Energiesystem einnehmen kann.
  • Die Allianz setzt sich für die Entwicklung eines freien Marktes für Elektrolyseure und erneuerbaren Wasserstoff ein. Dazu muss die Bundesregierung im Rahmen ihrer angekündigten Wasserstoffstrategie die Weichen für einen wettbewerblichen, innovativen und energiewendedienlichen Markt stellen.
  • Die Allianz tritt dafür ein, dass ein solcher Markt den energiewendedienlichen Einsatz von Elektrolyseuren und damit die Integration und Speicherung fluktuierender erneuerbarer Energien sicherstellt. Energiewendedienliche Elektrolyseure orientieren ihre Fahrweise am Dargebot von Wind- und Solarenergie und wandeln dabei möglichst weitgehend überschüssigen erneuerbaren Strom in Wasserstoff um.
  • Die Allianz setzt sich aufgrund der prinzipiell dezentralen Struktur eines künftigen, vollständig erneuerbaren Energiesystems dafür ein, dass in einem freien Wasserstoffmarkt (zunächst) auch kleinere Elektrolyseure mit ihren besonders netzdienlichen Eigenschaften von vielfältigen Marktakteuren wirtschaftlich betrieben werden können. Von Netzbetreiberkonsortien betriebene Elektrolyseure mit garantierter Rendite würden dies verhindern.
  • Die Allianz wird die Öffentlichkeit, Politik und Medien auf die positiven Auswirkungen eines freien Wettbewerbs im Wasserstoffsektor hinweisen. Die Allianz wird aufzeigen, dass über das Gelingen der Energiewende entscheidende Gründe gegen Elektrolyseurprojekte durch Netzbetreiber sprechen und dass die Realisierung der Projekte mit vielfältigen Risiken und Problemen einhergehen würde.
  • Die Allianz wird rechtliche Mittel nutzen, um zu gewährleisten, dass die zum Schutz des freien Wettbewerbs bestehenden Vorgaben eingehalten werden. Zu diesem Zweck wurden bereits Anträge auf Informationszugang zu den Anträgen der Netzbetreiber auf Investitionskostenerstattung vor der Bundesnetzagentur sowie zur Projektskizze von Element Eins im Hinblick auf eine Förderung als Reallabor gestellt.

vollständiges Positionspapier PDF


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